LARO. Projekt-Hub · Stabsstelle Digitalisierung & IT
LARO · Im Einsatz seit 16. August 2026

Zwölf Vorhaben, ein Tag

Der Planer für die Projektbesichtigungen der Lokalen Aktionsgruppen. Aus „wir müssten mal wieder eine Rundfahrt machen" wird ein vorbereiteter und nachbereiteter Tag — mit Wert für alle, die daran beteiligt sind.

12Vorhaben besichtigt
11Orte angefahren
V6Fassungen der Route
214Kilometer
37Teilnehmende
9Dateien zur Planung
Der Planer ist im Einsatz. Planung, Einladung, Tourtag und Nachbereitung stehen. Was im Bus selbst passiert und was danach öffentlich davon bleibt, kommt noch.
1 · Der Anlass

Die Route lag in der sechsten Fassung vor

Die Tour der LAG Flusslandschaft Peenetal am 23. September 2024 ist gut dokumentiert, und der Ordner dazu verrät mehr über den Aufwand als jede Beschreibung. Neben dem Zeitplan liegen dort die Kilometer je Etappe, dieselben Ansprechpartner in drei verschiedenen Listen — bei einer Telefonnummer steht der Vermerk „falsch" — und eine Bilddatei namens Tour V6.png.

Das ist der eigentliche Befund. Elf Orte in eine sinnvolle Rundfahrt zu bringen, ist ein Optimierungsproblem, das von Hand nur durch Probieren zu lösen ist. Jede Änderung wirft die Arbeit zurück auf Anfang: Ein Projektträger kann doch nicht, ein Vorhaben kommt dazu, und der ganze Tag ist neu zu rechnen. Sechs Fassungen sind bei elf Orten keine Übertreibung, sondern die zu erwartende Zahl.

Peene 53,8 km Straße 32,7 km Luftlinie Anklam Start 08:15 · Ziel 16:20 Butzow Sarnow Rossin Löwitz Krusenfelde Broock Mittagspause Loitz Schlatkow zwei Vorhaben Klein Bünzow Pinnow
Die tatsächlich gefahrene Route vom 23.09.2024, aus den amtlichen Koordinaten der elf Orte gezeichnet; die Peene schematisch. Der weite Ausschlag nach Westen und zurück ist keine schlechte Planung, sondern das, was von Hand herauskommt, wenn elf Orte in eine Reihenfolge müssen. Die rot gezeichnete Etappe zeigt, warum die Luftlinie als Rechengröße ausscheidet.
2 · So sieht es aus

Der Tag steht links, die Karte rechts, und jede Änderung zeigt sofort ihren Preis

Eine ungefähre Ansicht des Planers — kein fertiges Bild der Anwendung, sondern die Anordnung, um die es geht. Links der Tag von oben nach unten, rechts dieselbe Route auf der Karte, darüber der Balken mit der harten Kante des Feierabends.

Der Halt, der gerade angefasst wird, steht in der Mitte: bevor man loslässt, rechnet LARO vor, was diese Position kostet.

LAROGeschäftsstelle › Touren › Projektbesichtigung 2026
Projektbesichtigungstour 2026
Fassung B · 12 Vorhaben an 11 Halten · Montag, 21.09.2026
Fassung merken Reihenfolge optimieren Tourenmappe
08:15 – 17:00 3:40 Halte · 3:14 Fahrt Puffer 1:15 Ende 16:20
Rossin
Noch nicht eingeplant
Waldbad Pinnow2. Bauabschnitt · nie besichtigt
+20 min
Kita Klein Bünzowfertiggestellt 06/2026
+6 min
Kulturgewölbe BroockTräger hat Bereitschaft gemeldet
+25 min
3 Vorhaben ohne gesicherten Treffpunkt. Jetzt auf der Karte klären.

Schematische Ansicht mit den Daten der Tour 2024. Die Anordnung ist der Vorschlag; Schriften, Farben und Bedienelemente folgen der bestehenden LARO-Oberfläche.

3 · Der eigentliche Ertrag

Mehr als eine Rundfahrt

Eine Besichtigungstour findet einmal im Jahr statt. Ein Modul, das nur dafür da wäre, stünde 364 Tage still. Es lohnt sich trotzdem, und zwar aus einem Grund, der beim Durchgehen der Bausteine sichtbar wird: Fast nichts davon ist tourspezifisch.

Die Tour ist der Anlass, nicht der Zweck. Sie zwingt uns, ein paar Dinge zu bauen, die in der Geschäftsstelle jede Woche fehlen — und die einzeln nie beauftragt worden wären, weil sie für sich zu klein wirken.

Was gebaut wirdFür die TourUnd darüber hinaus
Entfernungsnetz Reihenfolge und Zeitplan rechnen Fahrtkostenabrechnung für jeden Vor-Ort-Termin · „was schaffe ich bis vierzehn Uhr noch?" · Warnung, wenn zwei Termine zeitlich nicht zusammenpassen · welche Vorhaben liegen nah beieinander
Verortung auf der Karte Halte und Route Projektakte, Vor-Ort-Erfassung, Beteiligungsformulare und Projektträger-Portal bekommen endlich verlässliche Standorte statt Gemeindemitten
Briefing vor dem Halt Vorbereitung während der Fahrt Dasselbe Briefing vor jedem Termin — Beratung, Baubegleitung, Prüfung. Ein offener Wunsch aus dem Regionalmanagement
Bewertung am Ort Drei Fragen nach jedem Halt Selbstevaluierung der LAG mit echten Daten statt Erinnerung — die Pflichtaufgabe, die sonst am Ende der Förderperiode nachgeholt wird
Live-Status für Außenstehende Projektträger sehen, wann der Bus kommt Dasselbe Muster für jeden angekündigten Besuch der Geschäftsstelle
Perspektiven und Bilder Aufnahmen je Halt Zeitreihe vom selben Standpunkt über die Förderperiode — Material für Abschlussbericht, Öffentlichkeitsarbeit und die Bewerbung um die nächste Periode
Öffentliche Tourseite Der Tag wird sichtbar Publizitätsnachweis, den LEADER ohnehin verlangt, ohne zusätzliche Arbeit

Damit verschiebt sich, worüber hier eigentlich entschieden wird. Nicht: Lohnt ein Werkzeug für einen Tag im Jahr? Sondern: Wollen wir, dass die Geschäftsstelle Entfernungen, Vorbereitung, Bewertung und Sichtbarkeit als Selbstverständlichkeit zur Verfügung hat — und nehmen die Tour als den Anlass, es zu bauen?

Die drei Posten, die am schnellsten zurückkommen, sind die unscheinbarsten: die Fahrtkostenabrechnung, weil sie heute von Hand aus Kartendiensten zusammengesucht wird; die Terminvorbereitung, weil sie sonst schlicht ausfällt; und die Selbstevaluierung, weil sie eine Pflicht ist, die niemand gern erfüllt.

4 · Festlegung

Es wird geroutet, nicht geschätzt

Aus der Luftlinie lässt sich die Fahrzeit hier nicht ableiten, und zwar nicht ungenau, sondern grundsätzlich nicht. Wo Wasser dazwischenliegt, ist der Umwegfaktor beliebig.

StreckeLuftlinieStraßeFaktor
Broock → Loitz18,6 km26,1 km1,40
Loitz → Schlatkow32,7 km53,8 km1,64
Freest → Wolgast9,8 km24,7 km2,52
Freest → Peenemünde4,4 km28,9 km6,60

Man sieht am Peenestrom das andere Ufer und fährt eine halbe Stunde. Von Haustür zu Haustür gerechnet liegt der Faktor dort über zwanzig. Ein Näherungswert, der im Binnenland auf 1,4 kalibriert wäre, wäre in diesem Gebiet um das Fünffache falsch — und zwar unauffällig falsch, was schlimmer ist.

Also: keine Schätzung, auch nicht als Notbehelf. Gerechnet wird mit OpenStreetMap über OSRM. Antwortet der Router einmal nicht, zeigt der Planer eine Lücke statt einer erfundenen Zahl.

Einmal rechnen, dann wissen

Gerechnet wird allerdings beim Verorten eines Vorhabens, nicht beim Planen einer Tour. Jedes Vorhaben bekommt seine Entfernungen zu allen anderen und zur Geschäftsstelle einmalig ermittelt und in die Datenbank geschrieben — in Kilometern und in Fahrminuten. Ändert sich die Koordinate, wird nachgerechnet. Sonst nie.

Der Planer fragt damit keinen Dienst mehr, sondern liest, was längst dasteht. Er ist sofort, unabhängig und funktioniert auch, wenn draußen nichts erreichbar ist.

Verortete PunkteStreckenSpeicherAufwand beim Anlegen
45 — Peenetal heute1.9800,1 MBein Aufruf je Vorhaben
25062.2502,8 MBein Aufruf je Vorhaben
1.000 — viele LAGs999.00046 MBein Aufruf je Vorhaben

Die letzte Spalte ist der Grund, warum das praktisch nichts kostet: Ein Aufruf liefert die Entfernungen eines neuen Punktes zu allen bekannten auf einmal.

Gehalten wird das Netz an den Koordinaten, nicht an den Vorhaben. Eine Entfernung ist kein Geschäftsdatum, sondern eine Eigenschaft der Landschaft: Die Strecke Anklam–Loitz ist für jede LAG dieselbe, sie überlebt das Löschen eines Projekts, und die drei Vorhabenpaare, die sich eine Adresse teilen, brauchen nur einen Punkt.

Der Nutzen reicht über die Tourenplanung hinaus: Die Entfernung von der Geschäftsstelle zum Vorhaben ist die Grundlage jeder Fahrtkostenabrechnung, und die Frage „welche Vorhaben liegen nah genug beieinander für einen gemeinsamen Besuch?" wird zu einer Abfrage statt einer Kartenübung.

Gemessene Zeiten schlagen gerechnete

Der Vergleich der Handplanung mit echtem Routing fällt überraschend aus: Der Plan von 2024 kam auf 230 Minuten Fahrzeit, das Routing auf 234. Vier Minuten Unterschied auf einen ganzen Tag. Der Unterschied steckt in den Einzeletappen, wo bis zu zehn Minuten fehlen — und die heben sich nur so lange auf, wie die Reihenfolge dieselbe bleibt.

Deshalb trägt jede Fahrzeit ihre Herkunft, und die beste vorhandene gilt: eine auf einer gefahrenen Tour gemessene Zeit schlägt jede gerechnete. Ein Reisebus mit 35 Personen ist langsamer als jedes Modell. Nach der zweiten Tour rechnet LARO mit den Zeiten dieser LAG.

5 · Festlegung

Der Punkt wird gesetzt, nicht erraten

Jedes Vorhaben hat eine klare Verortung. Vielleicht keine Postadresse, aber einen Ort, den man auf der Karte zeigen kann. So findet man den Spielplatz und die Dorfbank an der zentralen Dorfeiche.

Das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Von 45 Vorhaben der Flusslandschaft Peenetal haben heute drei eine Koordinate. Automatisch aufgelöst ergeben die übrigen 18 hausnummerngenaue Treffer, 15 stille Rückfälle auf die Gemeindemitte und acht ohne Treffer. Ein Blick auf die Standorttexte zeigt, warum das so bleiben wird:

„Zum Hasenberg, 17506 Gützkow" · „Waldbad Pinnow" · „Spielplatz Schlatkow, nahe Dorfstr. 59A" · „Dorfkirche, 17129 Zemmin" · „Wasserwanderrastplatz, Alt Plestlin" · „mehrere Standorte"

Ein Waldbad hat keinen Hauseingang. Kein Adressbestand löst das, auch kein hausnummerngenauer. Die Karte ist das Werkzeug, die Adresse nur die Starthilfe für den Kartenausschnitt. Der Baustein dafür ist gebaut: Punkt per Klick, Umschaltung auf Luftbild, Flurstücksauskunft. Im Luftbild sieht man Badestelle und Dorfeiche.

45 Vorhaben einmal durchklicken kostet eine halbe Stunde. Danach ist es erledigt, dauerhaft, für alle Module. Setzen kann den Punkt die Geschäftsstelle, der Projektträger im Portal — er weiß am besten, wo ein Bus halten kann — oder wer vor Ort steht.

Stille Fehltreffer sind gefährlicher als fehlende. „Pinnow" liefert ohne Filter den Ort bei Schwerin, 130 Kilometer entfernt. „Dorfstraße 78, Gemarkung Völschow" landet selbst mit Landkreisfilter in Daberkow. Ein fehlender Punkt fällt auf, ein falscher erst im Bus. Deshalb schlägt die Automatik vor, und der Mensch bestätigt auf der Karte.

6 · Der Planer

Die Geschäftsstelle füllt kein Formular aus. Sie baut einen Tag.

Sie denkt in Sätzen wie „wir starten um Viertel nach acht in Anklam, dann sind wir gegen neun in Sarnow, und mittags müssen wir irgendwo sein, wo es etwas zu essen gibt". Eine Oberfläche, die das gut unterstützt, sieht anders aus als eine Liste mit Häkchen.

Der Tag als Zeitstrahl

Von oben nach unten wie ein Kalendertag, Halte als Blöcke, Fahrten als Zwischenräume. Daneben die Karte, beide gekoppelt. Man sieht, wo es eng wird, was eine Tabelle erst beim Nachrechnen verrät.

Halte werden angefasst

Verschieben im Zeitstrahl, Vorhaben aus der Kandidatenliste hineinziehen. Während der Halt am Zeiger hängt, steht daneben, was die Position kostet. Dazu ein Weg über die Tastatur und Zurücknehmen.

Ein Halt ist kein Vorhaben

Ein Halt ist ein Ort, eine Dauer und null bis mehrere Vorhaben. Schlatkow zeigte 2024 zwei Vorhaben in 30 statt 20 Minuten, die Mittagspause war ein Halt ohne Vorhaben, und dreimal teilen sich zwei Vorhaben eine Adresse.

Varianten statt V6

Zwei oder drei Fassungen nebeneinander, jede mit ihren Kennzahlen. Die Frage, über die im Vorstand ohnehin gesprochen wird, ist in dreißig Sekunden beantwortet statt in einer siebten Datei.

Der Tag hat eine harte Kante und eine Reserve

Eine Tourenplanung kippt im Laufe des Tages, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Es genügt ein Projektträger, der engagierter erzählt als vorgesehen. Wer ohne Puffer plant, plant einen Tag, den es nicht geben wird.

Der Puffer ist deshalb eine Planungsgröße mit eigenem Feld: fünf Minuten je Halt, dazu eine Tagesreserve. Er wird nicht gleichmäßig verteilt, sondern liegt vor den harten Punkten — vor der Mittagspause, wenn das Essen für 12:30 bestellt ist, und vor jedem Halt mit Zeitfenster. Am Tagesende ist Puffer wertlos.

Und weil er getrennt ausgewiesen wird, bekommt der Tag eine Währung. Nicht „acht Minuten Verzug", sondern „noch zwölf Minuten Reserve".

7 · Der Bustag

Nicht anrufen. Zeigen.

Wenn der Tag kippt, ist die Rundmeldung „wir kommen später" der falsche Weg: Es sind viele Telefonate, sie treffen die Falschen — den Halt in zwei Stunden interessiert der Verzug von jetzt noch nicht —, sie sind beim Eintreffen oft schon überholt, und die nächste Änderung erzwingt die nächste Runde.

HEUTE Geschäftsstelle im Bus Projektträger 1 Projektträger 2 Projektträger 3 Projektträger 8 acht Anrufe bei jeder Änderung neu MIT LARO Telefon A · Netz 1 Telefon B · Netz 2 Position LARO rechnet den Rest Portal des Trägers er sieht nach, wann er will Nachricht nur bei grober Abweichung null Anrufe immer der Stand von jetzt
Der Unterschied ist nicht die Nachricht, sondern die Richtung. Heute verteilt die Geschäftsstelle eine Information, die schon beim Wählen veraltet. Mit LARO holt sie sich jeder, wenn er sie braucht — und zwar die von jetzt. Der Weg dorthin ist das Projektträger-Portal, das es bereits gibt; wer kein Konto hat, bekommt einen Link.

Ohne Position keine Anzeige

Es braucht mindestens zwei mitreisende Personen aus der Geschäftsstelle, deren Telefone die Position übertragen, möglichst in verschiedenen Mobilfunknetzen. Im Peenetal ist das keine Vorsicht, sondern die Voraussetzung: Die Funklöcher liegen je nach Anbieter woanders. Dazu der Alltag — ein Akku ist leer, jemand steigt aus, ein Telefon liegt in der Tasche.

„Positionsgeber" ist deshalb eine Aufgabe, die vor der Tour vergeben wird, wie das Führen der Anwesenheitsliste. Ein Paketdienst verfolgt ein Firmenfahrzeug; wir haben nur Telefone von Personen, und daraus folgen vier Regeln: nur während der Tour, angezeigt wird der Bus und nie eine Person, die Rohspur überlebt den Tag nicht, und Funklöcher werden lokal gesammelt und nachübertragen.

Gleich darunter zum Ausprobieren: Im nächsten Abschnitt steht der Bustag als bedienbarer Entwurf, mit den echten Halten vom 23.09.2024.

8 · Zum Ausprobieren

Wo ist der Bus?

Der Bustag als bedienbarer Entwurf, mit den echten Halten vom 23. September 2024. Links das Telefon des Projektträgers, rechts die Ansicht der Geschäftsstelle im Bus.

Verschieben Sie die Regler und sehen Sie zu, wie der Tag kippt. Der Tagesbalken zeigt die Reserve: 70 Minuten, aus fünf Minuten Puffer je Halt und einer Tagesreserve von zwanzig. Bis etwa sieben Minuten Überziehen je Halt fängt sie alles auf, und der Tag endet trotzdem im Rahmen. Darüber läuft er über die Zeit — und man hat es kommen sehen, bevor irgendwo eine Zahl rot wird.

Was der Projektträger sieht

Projektbesichtigungstour der LAG Flusslandschaft Peenetal
Montag, 23. September · im Projektträger-Portal
Wir sind voraussichtlich bei Ihnen um
10:55
Rückfragen: Frau Muster, 0170 1234567

Was die Geschäftsstelle im Bus sieht

Positionsgeber

Der Tag 08:15 – 17:00

Halte Fahrt Puffer über der Zeit
75 min Reserve übrig · Ende 16:20 Uhr

Halte

OrtgeplanttatsächlichAbweichung

Zwei Telefone, zwei Netze

Ohne Position keine Anzeige. Zwei Mitreisende aus der Geschäftsstelle übertragen sie, möglichst in verschiedenen Netzen, weil die Funklöcher hier je nach Anbieter woanders liegen. Bei Funkloch sammelt das Gerät und überträgt nach.

Die Seite zeigt ihr Alter

Tippt niemand, altert der Stand sichtbar. Eine Anzeige, die Aktualität vortäuscht, wäre schlimmer als gar keine.

Puffer ist die Währung

Fünf Minuten je Halt, dazu zwanzig Minuten Tagesreserve. Solange Reserve da ist, ist Überziehen kein Problem. Genau das zeigt der Balken.

Zu früh ist auch eine Meldung

Der unterschätzte Fall: Der Bus steht vor der Zeit da und niemand hat aufgeschlossen. Die Seite zeigt beide Richtungen gleich deutlich.

Entwurf zur Ansicht. Die Halte, Zeiten und Wege stammen aus der tatsächlich gefahrenen Tour vom 23.09.2024; die Bedienung ist noch nicht gebaut.

9 · Der Tag als Raum

Der Bus fährt länger, als die LAG schaut

Bis hierher ist die Tour gut organisiert. Gut genutzt ist sie damit noch nicht. Eine Zahl aus dem Plan von 2024 zeigt, wo das größte ungehobene Stück liegt.

DER TAG, 08:15 BIS 16:20 3:50 h Fahrt im Bus, 214 Kilometer 3:30 h Besichtigung zwölf Vorhaben an elf Halten 0:45 h Mittagspause
Fast vier Stunden sitzen die Entscheidungsträger einer Region beisammen und sehen aus dem Fenster. Das ist der größte ungenutzte Posten des Tages — und der einzige, der sich ohne zusätzliche Zeit heben lässt.

Briefing vor dem Halt

Zehn Minuten vor der Ankunft: was gefördert wurde und mit welcher Summe, was im Beschluss strittig war, welche Auflage noch läuft, welche Fragen offen sind. Aus zwölf Höflichkeitsbesuchen werden zwölf informierte Gespräche.

Fragen vorher einsammeln

Bei zwanzig Minuten je Halt fragen erfahrungsgemäß dieselben zwei Personen. Wer im Bus eine Frage einträgt, auch anonym, bekommt sie gestellt. Aus einer Vorführung wird eine Befragung.

Bewertung im Bus

Drei Fragen, ein Wisch, während der Bus anfährt: Passt es zum Handlungsfeld? Sieht man die Wirkung? Würden wir es wieder fördern? Der Eindruck wird dort erfasst, wo er entsteht — nicht Wochen später am Schreibtisch.

Der Träger baut seinen Halt

Wo der Bus wenden kann, wie weit es zu Fuß ist, ob es eine Toilette gibt, wer aufschließt: Das weiß nur einer. Im Portal ein Knopf — „Wir zeigen unser Vorhaben gern" — mit Zeitfenstern und seinem Pin für die Haltestelle.

Zusteigepunkte, mit dem Rückweg zu Ende gedacht

Alle 37 fahren morgens nach Anklam, viele quer durch die Region und an der späteren Route vorbei. Ein Zustieg unterwegs spart ihnen die halbe Anfahrt — aber er kostet zweimal Tourzeit, und daran entscheidet sich die Idee. Wer morgens in Jarmen zusteigt, hat sein Auto dort stehen und muss abends wieder hin.

Tour, elf Halte Anklam Start 08:15 Anklam Ziel 16:20 Jarmen · Zustieg morgens +8 min Jarmen · Ausstieg abends +6 min vier Mitglieder, Auto steht dort 200 Personen-km gespart für 14 Minuten Tourzeit
Ein Zusteigepunkt ist immer ein Punktepaar — einmal am Morgen, einmal am Abend. Er ist nur dann einer, wenn er auf beiden Wegen ohne großen Umweg liegt. Dazu drei Bedingungen: ein Parkplatz statt einer Haltestelle, weil das Auto acht Stunden steht; die Abendzeit wird höher gewichtet als die Morgenzeit, weil um 17 Uhr alle nach Hause wollen; und der Zustieg muss verbindlich zugesagt sein, sonst wartet der Bus.

Der Gewinn ist nicht nur ökologisch und finanziell. Er trifft genau die Mitglieder vom Rand der Region, die heute am ehesten absagen, weil zu den neun Stunden Tour noch zwei Stunden eigene Fahrt kommen.

Seit dem 16. August 2026 gebaut. Wer bei der Rückmeldung „unterwegs zusteigen" wählt, nennt einen Ort — über die Adresssuche oder mit dem Finger auf der Karte, denn ein Parkplatz hat keine Hausnummer. Und er sagt, wo er wieder heraus will: zurück zum Zustieg, am Treffpunkt, oder anderswo. Geraten wird nichts; beides ist gleich wahrscheinlich.

Die Tour endet zweimal

Offiziell ist sie zu Ende, wenn der Bus wieder am Treffpunkt steht. Real erst, wenn alle draußen sind. Dieser Weg gehört dem Fahrer, steht in keinem Programm und kostet trotzdem Zeit, Kilometer und am Ende Geld. Der Planer rechnet ihn deshalb mit und zeigt ihn abgesetzt und in eigener Farbe unter dem Tagesplan: Der Vorstand liest seinen Tag bis zur Rückkehr, der Fahrer eine Zeile weiter.

Fünfzehn Minuten je Ausstieg sind dabei voreingestellt und an der Tour änderbar — der Ausstieg, die Verabschiedung und ein paar Worte brauchen ihre Zeit, und solange noch jemand im Bus sitzt, verschiebt jede davon alles Folgende.

Der Zustiegs-Halt geht an die günstigste Stelle der Route, nicht an den Anfang: Ein einziger Zustieg vor die erste Besichtigung gelegt verschob den Tag in der Probeplanung um einundfünfzig Minuten — für dreißig Mitfahrende, damit einer zwei Vorhaben mehr sieht. Was der Zusteigende dadurch verpasst, meldet der Planer der Geschäftsstelle zurück, damit sie es weitergeben kann.

9b · Der Fahrer

Dreizehn Adressen tippt niemand ein

Der Busfahrer bekommt die Tourenmappe auf Papier — und tippt die Ziele einzeln in sein Gerät. Beim vierten steht der Bus schon auf der Bundesstraße. Auf der letzten Seite der Mappe steht deshalb sein Blatt, zum Heraustrennen, mit QR-Codes: einmal scannen, und die Route liegt in der Karten-App.

Drei Dinge, die dabei nicht selbstverständlich sind:

  • Kein Startpunkt im Code. Fehlt er, nimmt die Karten-App den aktuellen Standort — genau das, was der Fahrer braucht. Der erste Entwurf trug den ersten Halt als Start ein und schickte ihn damit dorthin, wo er schon stand.
  • Geteilt wird an den Pausen. Eine Karten-App nimmt höchstens neun Zwischenziele; bei mehr Halten entstehen mehrere Codes, und der Schnitt liegt dort, wo der Bus ohnehin steht und eine Hand frei ist.
  • LARO ruft dabei nichts auf. Im Code stehen Koordinaten, sonst nichts. Erst wenn der Fahrer scannt und öffnet, wird die Karten-App auf seinem Gerät gestartet.

Daneben liegt die Route als GPX-Datei für fest eingebaute Navigationsgeräte und Offline-Apps. Im Peenetal ist ein Funkloch kein Randfall, und eine Route, die nur online funktioniert, hilft genau dort nicht, wo man sie braucht. Die Datei enthält die Reihenfolge der Ziele, aber keine Spur: Welche Straßen gefahren werden, weiß LARO nicht — das entscheidet das Gerät mit seinen eigenen, meist aktuelleren Karten.

10 · Was danach bleibt

Der Tourtag arbeitet für den nächsten

Heute

  • Anwesenheit auf Papier, danach abtippen
  • Videos landen in einer Tabelle mit YouTube-Adressen
  • Fahrzeiten werden nächstes Jahr neu geschätzt
  • Die Frage „welche Vorhaben haben wir nie besichtigt?" kann niemand beantworten
  • Die Standorte bleiben so ungenau, wie sie waren

Mit dem Planer

  • Anwesenheit mobil erfasst, auch ohne Netz
  • Aufnahmen ordnen sich über die Geoposition dem richtigen Vorhaben zu
  • Jede gefahrene Etappe ist eine gemessene Zeit für das nächste Jahr
  • „Nie besichtigt" ist eine Abfrage
  • Der Halt liefert den Punkt, an dem der Bus wirklich stand

Der letzte Punkt löst nebenbei das Problem aus Kapitel 5: Wer am Halt etwas erfasst, liefert die genaueste Koordinate, die es gibt, weil sie den Ort meint, an dem man wirklich stand. Nach einer Tour sind zwölf Standorte punktgenau — nicht durch eine Datenlieferung, sondern durch Benutzung.

Am selben Tag etwas zeigen

Ein fertig geschnittenes Projektvideo entsteht nicht am Tourtag, und das sollte man auch nicht versuchen. Warten muss die Öffentlichkeit trotzdem nicht: Wer aufnimmt, schneidet auf dem Telefon ein bis drei kurze Clips zurecht und lädt sie hoch — Vorspann, Abspann und Musik ergänzt LARO automatisch aus den Bausteinen des Video-Baukastens, samt Lizenznachweis in der Nachweis-Tafel. Das ist nicht das beste Video. Es ist authentisch und da, und es hält her, bis die gepflegte Fassung es später ersetzt.

Zeit dafür gibt es sogar: auf der Fahrt zum nächsten Halt. Und wenn nicht — Bilder tun es auch. Sie sind schneller hochgeladen und schneller eingebunden, und eine Seite mit sieben guten Fotos ist besser als eine leere Seite mit dem Versprechen auf Videos.

Der letzte Schritt bleibt dabei beim Menschen. Nach jedem Halt liegt der Beitrag fertig da, mit Titel, zwei Sätzen aus der Akte und vorausgewählten Bildern; ein Blick, ein Knopf. Ein automatisch veröffentlichtes Foto lässt sich nicht zurücknehmen, und auf Bildern stehen Menschen, die niemand gefragt hat.

Dieselbe Perspektive, drei Jahre später

Benannte Ansichten je Vorhaben gibt es in LARO bereits, angelegt für den Video-Baukasten. Wenn die Kamera am Halt dieselbe Perspektive wiederholt, entsteht über die Förderperiode eine Zeitreihe vom selben Standpunkt. Die App hilft dabei: Koordinate plus das alte Bild als halbdurchsichtige Vorlage im Sucher.

2024Baustelle 2026Eröffnung 2029in Nutzung derselbe Standpunkt, dieselbe Blickrichtung, drei Besichtigungen
Das Material, das jede LAG am Ende der Förderperiode sucht und selten hat. Für die Abschlussevaluation, die Öffentlichkeitsarbeit und die Bewerbung um die nächste Periode. Es entsteht nebenbei, wenn die Kamera weiß, wo sie hin soll.

Die Tour ist eine öffentliche Veranstaltung

Eine öffentliche Seite zeigt die zwölf Vorhaben, den Fortschritt und die Bilder, die ohnehin entstehen. Am Abend wird daraus mit dem Video-Baukasten ein Tourfilm. Derselbe Aufwand wie heute, nur landet er dort, wo ihn jemand sieht — mit Freigabe je Bild und ohne Personenbild ohne Einwilligung.

Die Karte der Aufmerksamkeit

Vierzehn Besuche im Norden, drei im Süden, alle Handlungsfelder besichtigt außer einem. Die Frage „wo waren wir eigentlich nie?" ist unangenehm und gerade deshalb wertvoll: Sie trifft die Ausgewogenheit der Förderung.

Wer nicht mitfahren kann

Neun Stunden Bus schließen Menschen aus. LARO kennt je Halt die Gehstrecke und ob der Weg befestigt ist, und sagt es vor der Anmeldung. Wer nicht mitkonnte, bekommt die Halte hinterher in derselben Reihenfolge — und dieselben drei Bewertungsfragen.

Nächstes Jahr fängt niemand bei null an

„Tour 2026 als Vorlage": Treffpunkt, Zeitraster und Standzeiten werden übernommen, neue Vorhaben vorgeschlagen, abgeschlossene und bereits gezeigte herausgenommen. Aus dem leeren Blatt wird ein Entwurf.

11 · Über die Tour hinaus

Ein Modul für einen Tag im Jahr — oder ein Werkzeug für jede Woche

Dieselbe Rechnung wird nicht einmal jährlich gebraucht, sondern ständig: Die Geschäftsstelle fährt zu Beratungen, Baubegleitungen, Publizitätsprüfungen und VOK-Begleitungen. Nur kleiner, ohne Bus und ohne Zeitplan in Word.

Die Alltagsfrage lautet deshalb nicht „wie plane ich die Jahrestour", sondern:

„Ich bin Donnerstag um zehn in Loitz. Was schaffe ich bis vierzehn Uhr noch?"

Mit dem Entfernungsnetz ist das eine Abfrage von Millisekunden. LARO kennt jede Fahrzeit, jede offene Auflage, jeden fälligen Verwendungsnachweis und jedes Vorhaben, das lange nicht besucht wurde, und schlägt die Runde vor. Es ist derselbe Rechenkern wie bei der Tour, nur mit drei Halten statt zwölf.

Und die Kehrseite, die noch häufiger gebraucht wird: Der Kalender weiß, dass zwischen einem Termin um zehn in Loitz und einem um elf in Anklam fünfzig Minuten Fahrt liegen. Er sagt es beim Eintragen, nicht am Morgen danach.

Damit wird aus einem Jahresmodul ein Wochenwerkzeug, und der Bustag bleibt der Spezialfall, der es krönt. Der Aufwand ist gering, weil Entfernungsnetz, Halte-Modell und Reihenfolgerechnung ohnehin gebaut werden.

12 · Anfangen

In fünf Schritten zur ersten Tour

Der Planer liegt in LARO unter Projekte › Besichtigungstouren. Wer eine Tour anlegen oder ändern darf, braucht das Recht projekt.edit; ansehen und die Tourenmappe drucken geht mit projekt.read.

1

Standorte klären

Ein Vorhaben ohne Punkt auf der Karte lässt sich nicht einplanen — ohne Koordinate gibt es keine Fahrzeit. Unter Projekte › Standorte klären steht, welche noch fehlen. Das ist die einzige Vorarbeit, und sie zahlt sich auch außerhalb der Tour aus.

Standorte klären →
2

Tour anlegen und Vorhaben aufnehmen

„+ Neue Tour", Titel und Datum — Treffpunkt und Rückkehr entstehen mit. Rechts stehen alle verorteten Vorhaben; ein Klick nimmt eines auf, und LARO fragt, an welche Stelle. „An der günstigsten Stelle" rechnet die ganze Route dafür durch.

Tour anlegen →
3

Den Tag bauen

„Beste Reihenfolge rechnen" schlägt eine Route vor — und zeigt sie erst, bevor sie etwas ändert: Endzeit, Kilometer, gerissene Zeitfenster im Vergleich, dazu jeder Halt, der wandert. Danach übernehmen, als eigene Fassung danebenlegen oder verwerfen. Von Hand geht es am Griff (⠿); während der Halt am Zeiger hängt, steht daneben, was die neue Stelle kostet.

Zeitfenster („Ankunft frühestens/spätestens"), Standzeit und Pausen setzen Sie je Halt. Ein Halt mit Zeitfenster zeigt an, wie viele Minuten Luft er hat, bevor es reißt.

4

Einladen und anschreiben

„Mitglieder übernehmen" holt die aktiven Mitgliedschaften auf die Teilnehmerliste, „Gast ergänzen" alle übrigen. Jede Person bekommt ihren eigenen Antwortlink und den Termin als Kalendereintrag; die Projektträger ihr Anschreiben mit ihrer Uhrzeit aus dem aktuellen Plan. Verschiebt sich der Tag, zeigt derselbe Link später die neue Zeit.

Wer unterwegs zusteigen möchte, nennt dabei seinen Ort und sagt, wo er wieder heraus will. Die Geschäftsstelle übernimmt den Zustieg mit einem Klick als Halt.

5

Fahren

Die Tourenmappe als PDF ist das Blatt für den Bus: Zeitplan, Übersichtskarte mit eingezeichneter Route, Kontakte, Kurzbeschreibung je Vorhaben. Auf der letzten Seite steht das Blatt für den Fahrer mit QR-Codes, die die Route in seine Karten-App legen; daneben gibt es sie als GPX-Datei für Geräte ohne Netz.

Am Tourtag läuft der Bustag in „LARO vor Ort" auf dem Telefon: je Halt zweimal tippen, mehr nicht. Ohne Empfang wird die Meldung gespeichert und geht später mit der Uhrzeit des Tippens hinaus, nicht mit der der Übertragung.

Was danach von selbst passiert

Die gemessenen Fahrzeiten wandern ins Entfernungsnetz und machen die nächste Planung genauer. Der Besichtigungsstand weiß fortan, welche Vorhaben die LAG noch nie gesehen hat — die Liste, mit der die nächste Tour anfängt. Und die Aufnahmen des Tages werden den Vorhaben zugeordnet, an denen sie entstanden sind.

Für den Alltag zwischen den Touren gibt es den Besuchsplaner: Er beantwortet die Frage „was schaffe ich bis vierzehn Uhr" und macht daraus auf Wunsch einen Vorgang mit Anfragen an die Träger. Dasselbe Entfernungsnetz, dieselbe Darstellung — Besuchsplaner öffnen.

Ausführlich steht alles im Handbuch in LARO selbst; es wird mit jeder Änderung am Modul fortgeschrieben.

Was noch nicht geht

Der Planer plant — von der ersten Idee bis zum Bericht nach der Fahrt. Zwei Dinge aus dem Konzept stehen aber noch aus, und sie gehören zusammen: der Tag selbst und das, was von ihm bleibt.

Der Bus als Raum

Neun Stunden lang ist die LAG vollständig beisammen — eine Gelegenheit, die es sonst nie gibt und die bisher ungenutzt bleibt. Geplant sind:

  • ein Briefing vor jedem Halt, damit alle wissen, was sie gleich sehen
  • Fragen und Eindrücke schon während der Fahrt einsammeln, statt sie zu vergessen
  • die Bewertung eines Vorhabens im Bus — dann, wenn die Erinnerung frisch ist, und nicht Wochen später am Schreibtisch
  • Beiträge der Mitfahrenden: Bilder, Aufnahmen und Notizen vom eigenen Telefon. Heute kann nur die Geschäftsstelle etwas erfassen
  • der Projektträger baut seinen Halt selbst im Portal auf

Was von der Tour bleibt

Für die Menschen in der Region ist das der sichtbare Teil: Was an einem Tag zu sehen war, sollen auch die sehen können, die nicht mitfahren konnten.

  • eine öffentliche Tourseite mit den freigegebenen Bildern — freigegeben, nicht automatisch veröffentlicht
  • ein Tourfilm aus dem Video-Baukasten
  • die Perspektiven-Zeitreihe: dieselbe Kameraposition, drei Jahre später
  • Fernteilnahme für alle, die nicht mitfahren können

Zwei Voraussetzungen dafür sind seit dem Konzept entstanden, ohne dass sie dafür gebaut worden wären: der Video-Baukasten und die Fotodokumentation mit festen Perspektiven. Der Weg dorthin ist damit kürzer geworden.

13 · Offen

Was zu entscheiden ist

Beim Bauen haben sich vier dieser sechs Fragen von selbst beantwortet, weil die aufwendigere Lösung machbar war. Was beantwortet ist, steht hier durchgestrichen und mit dem Ergebnis daneben — nicht gelöscht, denn es waren die richtigen Fragen.

  1. Wie oft und wie groß? Eine Tour im Jahr mit elf Halten, oder mehrere kleinere? Beides. Die Jahrestour rechnet bis fünfzehn Halte exakt, und für die kleinen Runden zwischendurch gibt es den Besuchsplaner. Die Frage musste nicht entschieden werden.
  2. Wer plant? Die Geschäftsstelle allein, oder soll der Vorstand mitreden können, bevor die Route steht? Das entscheidet über die Varianten-Ansicht. Die Varianten-Ansicht ist gebaut. Offen bleibt, wer sie zu sehen bekommt.
  3. Der Bus. Wird er nach Teilnehmerzahl bestellt? Dann ist die Rückmeldefrist der eigentliche Taktgeber der ganzen Planung.
  4. Zeitfenster. Kommt „der Bürgermeister kann erst ab zehn" regelmäßig vor oder ausnahmsweise? Gebaut, ohne die Antwort abzuwarten: „Ankunft frühestens" und „Ankunft spätestens" je Halt, dazu das Festpinnen. Der feste Termin teilt den Tag in zwei Etappen, die gemeinsam gerechnet werden.
  5. Der Puffer. Fünf Minuten je Halt und eine halbe Stunde Tagesreserve als Startwerte, oder liegt die Erfahrung anders? Die Startwerte stehen so in den Eckdaten der Tour und sind je Tour änderbar. Der Probelauf hat sie nicht widerlegt.
  6. Wer ist online? Wie viele Projektträger würden am Tourtag auf ihr Telefon schauen, und bei wem müsste ohnehin jemand anrufen? Entschärft: Wer kein Portal-Konto hat, bekommt einen Link. Und wer keine Adresse hat, steht rot in der Versand-Vorschau mit dem Satz „diese Träger muss jemand anrufen" — die Frage beantwortet sich am konkreten Fall statt vorab.

Keine dieser Fragen hat den Bau blockiert, und keine hat sich im Nachhinein als die falsche Entscheidung erwiesen.

Alle Zahlen sind gemessen, nicht geschätzt: die Fahrzeiten gegen OpenStreetMap-Routing, die Verortung gegen den Geokodierdienst des Landes, der Zeitplan aus der tatsächlich gefahrenen Tour vom 23.09.2024.

Stand 14. August 2026. Das Konzept wird fortgeschrieben; Anmerkungen gern über die Kontaktseite.