LARO. Projekt-Hub · Stabsstelle Digitalisierung & IT

§ 01 — Domäne 01

Gremien- und Sitzungsarbeit.

Das Herzstück der LAG-Arbeit ist das Entscheidungsgremium. Daneben tagen Vorstand, Mitgliederversammlung, Arbeits- und Fachgruppen, Klausur. Bisher kostet jede Sitzung typischerweise einen vollen Tag manuelle Vor- und Nachbereitung in der Geschäftsstelle. LARO strukturiert das durchgängig.

Vor der Sitzung

  • Tagesordnung wird aus offenen Beschlüssen, neu eingereichten Projekten und wiedervorgelegten Themen automatisch vorgeschlagen.
  • Beschlussvorlagen werden aus dem Projektbestand generiert (Projektsteckbrief, Bewertungsmatrix, Bewilligungsempfehlung).
  • Befangenheiten werden automatisch geprüft — wer ist mit welchem Projektträger persönlich, beruflich, vereinsmäßig verbunden?
  • Die Zusammensetzung des Gremiums wird gegen die LEADER-Vorgabe geprüft (WiSo-Partner-Mehrheit, max. 49 Prozent öffentliche Träger).

Während der Sitzung

  • Live-Transkription mit Sprecherzuordnung über lokales Whisper- und Pyannote-Modell.
  • Automatische Beschluss-Erkennung aus dem Sprechverlauf.
  • Quorum-Live-Anzeige.
  • Digitale Abstimmung mit Begründungspflicht bei Ablehnung oder Enthaltung.
  • Hybrid-Sitzungs-Unterstützung (Vor-Ort und Online gemischt).

Nach der Sitzung

  • Protokoll automatisiert in den vier üblichen Detaillierungsgraden (Beschlussprotokoll, Ergebnisprotokoll, Verlaufsprotokoll, Wortprotokoll).
  • Beschluss-Tracking mit Verantwortlichkeit, Frist, Wiedervorlage.
  • Umlaufbeschlüsse digital, mit dokumentierter Stimmabgabe.
  • Wiedervorlagen erscheinen automatisch in der nächsten Tagesordnung.

Mehrwert

Eine LAG-Geschäftsstelle gewinnt erfahrungsgemäß einen ganzen Arbeitstag pro Sitzung zurück. Bei sechs bis acht Sitzungen pro Jahr und Gremium summiert sich das auf zwei bis drei Wochen Arbeitszeit jährlich.

Was davon heute steht

10 von 11 im Einsatz

Oben steht, was diese Domäne leisten soll — im Wortlaut der Bauanweisung. Hier steht, wie weit sie gebaut ist. Was noch aussteht, bleibt sichtbar.

  • im Einsatz

    Sitzungen von der Einladung bis zum Protokoll

    Tagesordnung, Einladung mit Rückmeldung ohne Login, Anwesenheit, Beschlüsse, Protokoll und Wiedervorlage in einem Durchlauf. Der Lebenszyklus ist als Status geführt: Mit der Protokoll-Genehmigung schließt die Sitzung verbindlich ab und wird schreibgeschützt.

    Im Einzelnen (6)
    • Die Geschäftsstelle bekommt ihre Arbeitsunterlagen als PDF: Vorsitz-Dossier zum Führen der Sitzung und Sitzungsmappe zum Auslegen.
    • Beschlüsse rechnet der Server autoritativ nach, nicht der Browser: Quorum, Mehrheit nach Maßstab und Bezugsgröße, Doppelmehrheit der Interessengruppen.
    • Je Tagesordnungspunkt können mehrere Beschlüsse gefasst werden; jeder ist nachträglich korrigierbar, und jede Korrektur steht im Protokoll der Änderungen.
    • Eine Kennzahl im Kopf beantwortet die Frage, die sonst erst am Punkt selbst auffällt: Sind alle beschlussbedürftigen Punkte einzeln beschlussfähig?
    • Welche Beschlussarten es gibt, pflegt die LAG selbst in einem eigenen Katalog; die Art steht am Tagesordnungspunkt und in der Sitzungsmappe.
    • Zur Vorbereitung erzeugt die KI einen Tagesordnungs-Entwurf, Beschlussvorlagen je Vorhaben-Punkt und einen Sprechzettel. Alles ist editierbar, und ein Hinweis meldet, wenn die Sitzungsdaten sich seither geändert haben.
  • im Einsatz

    Sitzungs-Cockpit für die laufende Sitzung

    Die Sitzung wird live geführt statt hinterher rekonstruiert: Anwesenheit mit Uhrzeit, Abstimmung je Tagesordnungspunkt, Notizen und eine fortlaufende Chronik des Sitzungsverlaufs.

  • im Einsatz

    Anwesenheit tagesordnungspunkt-genau

    Wer wann kam und ging, entscheidet über Beschlussfähigkeit und Stimmrecht am einzelnen Punkt. LARO führt An- und Abmeldezeiten und leitet die Beschlussfähigkeit zum Abstimmungszeitpunkt daraus ab, nicht aus einer Liste vom Anfang.

    Im Einzelnen (3)
    • Der Stand des vorigen Punktes wird fortgeschrieben; gepflegt werden nur die Ausnahmen.
    • „Ab hier anwesend, aber noch nicht stimmberechtigt" ist ein eigener Zustand. Genau so sitzt ein gerade erst aufgenommenes Mitglied im Raum: Es zählt für die Anwesenheit, aber erst ab dem folgenden Punkt für das Quorum.
    • Stimmkreis, Quorum und Beschlussfähigkeit ergeben sich daraus je Punkt; das erzeugte Protokoll weist die Zu- und Abgänge am jeweiligen Punkt aus.
  • im Einsatz

    Vertretung, Vollmacht und Rollenwechsel

    Stellvertreter werden im Sitzungskontext geführt, auch externe. Eine Einzelfall-Vollmacht kann das Mitglied selbst erteilen, ohne dass die Geschäftsstelle etwas anstößt.

    Im Einzelnen (5)
    • Eine Vertretung ist nur wählbar, solange das Mitglied abwesend ist. Wird es nachträglich auf anwesend gestellt, fällt die Vertretung weg — und der Server weist die Kombination auch dann ab, wenn jemand die Oberfläche umgeht.
    • Der Sitz zählt als das Mitglied (Interessengruppe und Stimmrecht des Mitglieds), erscheint aber unter dem Namen des Vertreters.
    • Ist das vertretene Mitglied befangen, darf auch seine Vertretung nicht abstimmen. Umgekehrt genauso. Eine Befangenheit lässt sich nicht über eine Stimmrechtsübertragung umgehen.
    • Eine Vollmacht wird von beiden Seiten gezeichnet unterschrieben und trägt auf Wunsch eine Handlungsanweisung („bitte mit Ja stimmen"), die im Vollmacht-Dokument steht und der bevollmächtigten Person beim Annehmen gezeigt wird.
    • Wechselt jemand mitten in der Sitzung vom Vertreter zum Mitglied, bleibt die Zuordnung zum Stichtag rekonstruierbar.
  • im Einsatz

    Befangenheit: Register, Selbsterklärung, Unterschrift

    LARO gleicht Mitglieder gegen Projektträger ab und weist auf mögliche Befangenheit hin. Sie wirkt ab dem Eintrag sofort, auch bevor die unterschriebene Erklärung vorliegt.

    Im Einzelnen (3)
    • Die projektbezogene Erklärung geht automatisch als PDF hinaus, mit 14 Tagen Rückgabefrist, Erinnerung 4 und 1 Tag vorher und Eintrag im Frist-Radar.
    • Das Mitglied kann sie im eigenen Portal erklären und dort elektronisch unterschreiben; die Geschäftsstelle sieht sie am Beschluss.
    • Im Umlaufverfahren kann ein Mitglied den Interessenkonflikt statt einer Stimme erklären. Es ist damit von der Sachabstimmung ausgeschlossen und erhält den weiteren Verlauf trotzdem transparent mitgeteilt.
  • im Einsatz

    Umlaufverfahren, zweistufig

    Erst die Zustimmung zum Verfahren selbst („darf darüber im Umlauf entschieden werden?"), dann die Abstimmung in der Sache. Jede Stimme geht über einen persönlichen signierten Link, ohne LARO-Konto, abgesichert mit zweitem Faktor.

    Im Einzelnen (5)
    • Wer sich nicht äußert, zählt beim Abschluss als Enthaltung. Das steht als Fußnote mit Verweis auf die Geschäftsordnung in der Auswertung.
    • Befangene stimmen nie mit, sehen das Verfahren aber über alle Phasen: Start, Zwischenergebnis, Endergebnis, Abbruch.
    • Der Stimmkreis ist ein Schnappschuss vom Anlegen. Später eingetretene Mitglieder nehmen nicht teil — sonst änderte sich die Bezugsgröße mitten im Verfahren.
    • Die Auswertung gibt es in zwei Fassungen: namentlich für die Akte und die Bewilligungsstelle, und als reines Gesamtergebnis für die Veröffentlichung — ohne Aufschlüsselung nach Interessengruppen, weil sich daraus bei kleinen LAGen auf einzelne Personen schließen ließe.
    • Abgeschlossen wird bewusst von Hand. Nach Fristablauf bleibt das Verfahren offen, bis jemand entscheidet.
  • im Einsatz

    Beschluss mit Unterschrift des Vorsitzes

    Ein Beschluss verlässt das Haus erst, wenn der Vorsitz ihn gezeichnet hat. Unterschrieben wird per QR-Code auf dem Handy oder per E-Mail-Link, ohne Login, direkt am Gerät.

    Im Einzelnen (3)
    • Der Ergebnis-Versand ist gesperrt, solange keine gültige Unterschrift vorliegt. Bei dauerhafter Verhinderung kann die Geschäftsstelle mit Begründung freigeben; der Übergriff wird protokolliert.
    • Mehrere gleichberechtigte Stellvertretungen sind wählbar, weil eine LAG mehr als eine haben kann.
    • Ändert sich die Beschlussfassung nachträglich, verliert eine erfasste Unterschrift ihre Gültigkeit. Sie hängt an der Fassung, nicht am Vorgang.
  • im Einsatz

    Protokoll: geführte Erfassung, KI-Entwurf, Unterschrift

    Ein Assistent führt in fünf Schritten von der Anwesenheit über die Tagesordnung und die Beschlüsse bis zum fertigen Protokoll-Entwurf. Eine Vollständigkeits-Übersicht zeigt vorher, was noch fehlt, und springt hin.

    Im Einzelnen (5)
    • Handschriftliche Unterlagen müssen nicht abgetippt werden: Anwesenheitsliste, Beschlüsse und Mitschrift lassen sich aus Foto oder Scan auslesen. Die KI schlägt vor, geprüft wird jede Zeile.
    • Der Protokoll-Entwurf ist versioniert. Jede Erzeugung wird mit Zeitpunkt, Person und einem Hinweis festgehalten, was sich gegenüber der Vorfassung geändert hat.
    • Wurden Sitzungsdaten nach der letzten Erzeugung geändert, erscheint ein deutlicher Hinweis „bitte neu erzeugen" statt eines still veralteten Textes.
    • Das Protokoll wird elektronisch unterschrieben, und die Unterschrift steht am Ende des Dokuments, wie bei einem unterschriebenen Schriftstück — nicht auf einem angehängten Blatt.
    • Die KI-Kosten der Protokoll-Erzeugung stehen als aufklappbare Anzeige am Protokoll-Block, nach Aufgabentyp getrennt.
  • im Einsatz

    Terminabstimmung

    Terminfindung ohne fremden Dienst: Vorschläge anlegen, Eingeladene antworten ohne Anmeldung über einen persönlichen Link mit Ja, falls nötig oder Nein.

    Im Einzelnen (3)
    • Anlegen darf jedes Mitglied, nicht nur die Geschäftsstelle. Das ist bewusst niedrigschwellig gehalten.
    • Die Ergebnis-Mail nennt den gewählten Termin und hängt ihn als Kalenderdatei an: ein Klick, und er steht in Outlook, Apple oder Google.
    • Laufende Abstimmungen erscheinen gestrichelt im LAG-Kalender, der entschiedene Termin fest.
  • im Einsatz

    Wiederkehrende Vorgänge

    Regelmäßig fällige Pflicht-Abläufe laufen von selbst, statt jedes Jahr neu organisiert zu werden. Erster echter Fall: die jährliche Belehrung zur Vermeidung von Interessenkonflikten nach EU-Verordnung.

    Im Einzelnen (5)
    • Am Stichtag erzeugt LARO je Empfänger ein personalisiertes PDF und versendet es mit Rückgabefrist; die nächste Fälligkeit schaltet automatisch aufs Folgejahr.
    • Die Erinnerungs-Zeitpunkte sind je Vorgang frei einstellbar; die letzte Stufe geht als „Letzte Erinnerung" hinaus.
    • Wer keine E-Mail-Adresse hat, verschwindet nicht, sondern erscheint in der Eingangsliste zur persönlichen Übergabe.
    • Die Rückgabe wird per Pflicht-Upload des Scans bestätigt; ist die letzte bestätigt, schließt der Durchlauf von selbst.
    • Den Dokument-Text kann die Geschäftsstelle selbst verfassen. LARO gießt ihn in das Standard-Layout mit Briefkopf, Fußzeile und Unterschriftsblock.
  • spätere Phase

    Live-Transkription mit Sprecherzuordnung

    Automatische Mitschrift der Sitzung mit Zuordnung, wer spricht. Setzt eine Datenschutz-Folgenabschätzung voraus, weil die Stimme ein biometrisches Merkmal ist. Erst danach wird gebaut.

Der Stand über alle acht Domänen steht auf einer Seite.